TEXTE
Zu den Arbeiten von Judith.P.Fischer
Das bildhauerische Werk von Judith.P.Fischer zeichnet sich einerseits durch eine große Vielfältigkeit der Materialien und Medien aus, die von Skulpturen, Plastiken bis hin zu Photografien reicht, andererseits durch eine sehr signifikante Verschränkung verschiedener Ausdrucksformen, insbesondere von Skulptur und photografischem bild.
Die Erfahrbarkeit von Haptischem, Fühlbarem und Begreifbarem sind wichtige Parameter ihres künstlerischen Werkverständnisses, das immer wieder auch einen sehr starken seriellen Charakter aufweist. Darüber hinaus spielen die Materialität an und für sich so wie das Moment der Farbe eine dezisive gestalterische Rolle, die zusätzlich „feministische“ Themen in subtiler Form entfalten.
2007
Stift Lilienfeld
Carl Aigner (Direktor des NÖ Landesmuseums)
Entnommen
dem Katalog:
„zyklus 2.0 slowakei“
Zeitgenössische Kunst Slowakei-Niederösterreich
Stift Lilienfeld 2007
PARNASS (Kunstmagazin)
body shell
Skulpturen, Fotografien, Zeichnungen von Judith.P.Fischer
Silvie Aigner
„body shell" nennt die Judith.P.Fischer ihre aktuelle Ausstellung in der
Galerie Franzke in Wien. Skulpturen und Objekte, die sich vom
traditionellen Begriff der Skulptur bereits weit entfernt haben und sich
in den, von der Kunsthistorikerin Rosalind Krauss beschriebenen „expanded
field" bewegen. Dennoch der Aufbau ihrer Arbeit und die Entwicklung des
formalen Konzeptes, basieren nach wie vor auf einer klassischen,
fundierten Ausbildung. Judith.P.Fischer, geboren 1963 in Linz,
aufgewachsen in Hainburg, lebt und arbeitet heute in Wien und
Niederösterreich. Sie studierte Bildhauerei bei Wander Bertoni, an der
Hochschule für angewandte Kunst und absolvierte parallel dazu eine
klassische Gesangsausbildung an der Wiener Musikhochschule. Zunächst
standen Materialien wie Stein und Stahlblech im Vordergrund sowie der
Bronzeguss. Vor allem die Arbeiten in Metall schienen ihr geeignet ihre
Formintentionen umzusetzen und weiterzuentwickeln. Die Skulpturen waren
charakterisiert von einer reduzierten Geometrie, zeigten jedoch bereits,
wie auch die Arbeit am Wiener Flughafen Schwechat, dass die Künstlerin
an der Bespielung des Raumes interessiert ist. Die 1997 entstandene
Serie der „Evolas", stand bereits in jenem inhaltlichen und formalen
Dialog zwischen Natur und Kunst, der im Folgenden ihr Werk prägte.
Ebenso zeigt die Skulpturengruppe eine charakteristische Korrespondenz
mit dem Raum, in den Judith.P.Fischer mehrere gleichförmige Skulpturen
in einer Art Objektensemble hinein entwickelt. In der Evola-Serie
arbeitete die Künstlerin zudem erstmals mit der Erweiterung der
skulpturalen Konzepte im Medium der Fotografie. Computergenerierte
Fotomorphings begleiten die plastischen Formen. Einer Metamorphose
gleich, zeigen die Fotoserien eine Verwandlung von Naturform zum
abstrakten Kunstobjekt oder umgekehrt. Während ihres Parisstipendiums
experimentiere Judith.P.Fischer erstmals mit weichen Werkstoffen, wie
Latexhandschuhen und weißen Luftballons, die sie mit Zucker füllt und
mittels Drahtgestellen zu Skulpturen aufbaute. Die weißen „Chrysanthèmes"
sind eine mehrteilige Arbeit, entstanden in mehren Schritten zwischen
1999 und 2000 und setzten die Idee eines Objektensemble mit einer
12-teiligen fotografischen Arbeit im Sinne der Evolas fort. Die
sinnliche Erscheinung des Naturvorbildes drängt sich nun aufgrund der
neuen, weichen Oberfläche, dem Betrachter nahezu auf, doch gehen
Fischers Skulpturen von einer freien, plastischen Form aus, die allein
mit den Möglichkeiten des weichen Materials experimentiert. Mit der
Rückbezüglichkeit zum Naturvorbild spielt Judith.P.Fischer einmal mehr
in den, die Skulptur ergänzenden Fotomorphings. In der Folge arbeitete
die Künstlerin mit elastomeren Rundschnüren, die in der Industrie als
Dichtungsmaterialien verwendet werden. Als Kaskaden, Traumkissen oder
den Boules übersetzt Judith.P.Fischer das Material in die Skulptur und
setzt nach der Vorherrschaft von Weiß nun auch wieder bewusst die Farbe
als Gestaltungsfaktor ein. Selbst dort, wo Judith.P.Fischer mit der
Kugel scheinbar eine in sich geschlossene Form verwendet, erobern sich
die Skulpturen ihre Präsenz im Raum direkt und unmissverständlich. Die
hinabstürzenden „Cascade", ein 7,5 m langes, polychromes Wandobjekt
befindet sich im Foyer der Handelsakademie in Korneuburg. Die Kaskaden
suggerieren ebenso wie die „Boules" Bewegung im Raum. Zudem stehen die
zum Kugelknäuel gewickelten „Boules" sowie die aus der „Cascade"
herausquellenden Schnüre in einem Spannungsverhältnis von scheinbar
chaotischer Materialakkumulation und präziser Form. Seit 2005 entwickelt
Judith.P.Fischer ihre Skulpturen mit und aus dem Material Silikon, das
sie je nach Formintention auf einem Gittergerüst aufträgt, Weiß und das
damit subtil korrespondierende Grau sind die vorherrschenden Farben. In
jüngster Zeit steht der menschliche Körper wieder stärker im Vordergrund
sowohl als formale Ausgangsbasis, als auch ganz bewusst, wie in der
Ausstellung der Galerie Franzke in einem Spannungsfeld zwischen Innen
und Außen. Solcherart zeigt „body shell" Skulpturen und Fotografien von
Judith .P.Fischer, im Spannungsfeld zwischen, weichen,
sinnlich-erotischen Oberflächen und einer formalen-präzisen Form.
Judith.P.Fischer „body shell" Galerie Franzke vom 11. Mai bis 30. Juni 2007
Text entnommen:
PARNASS (Kunstmagazin), Heft 2/2007, 27.Jahrgang,
Seite 154-155
CROSSOVER III
Text zur Ausstellung CROSSOVER III, galerija likovnih umetnosti, Glavni trg 24, Slovenj Gradec/ Slovenj Gradec, am 8. September 2006 von Mag. Silvie Aigner, Kuratorin der Ausstellung CROSSOVER III
Die Bildhauerin Judith.P.Fischer arbeitet bevorzugt mit Kunststoffmaterialien. Ihre Formen werden autonom aus dem Material entwickelt, nehmen jedoch auch immer wieder in einem assoziativen Verfahren Bezug auf Motive der Natur. Andere Werkgruppen werden aus dem Medium der Fotografie entwickelt, wie „bodyscapes“, wo die Form aus Detailaufnahmen des Körpers der Künstlerin hervorging. Ihre computergenerierten Fotomorphings, die seit Jahren im Kontext ihrer Objekte entstehen, sind eine Erweiterung der Skulptur im Medium der Fotografie. Ihre neue Arbeit „hedgehog.child“ arbeitet mit dem realen Körper als Vorlage, der zusammengekauert eine geschlossene Körperform bildet. Diese wird jedoch umhüllt mit einer auf ihn zugepassten Silikonhaut. In einem Spiel zwischen Täuschen und Tarnen kann sich der Körper die stachelige Hülle über seine eigentliche Identität stülpen oder sich auch dieser wieder entledigen. Jeder Zustand, ob als zusammengekauerter Mensch oder als „hedgehog.child“, gleicht einer körperlichen Inszenierung im Spiegel einer sich ständig wandelnden gesellschaftlichen Struktur.
variation élastique
Text zur Ausstellung in der Galerie artposition / Wien am 19. April
2005 von Mag. Alexandra Schantl
Judith. P. Fischer ist gemäß ihrer Ausbildung bei Wander Bertoni an der Hochschule für angewandte Kunst Bildhauerin. – Wenngleich sie sich vom Begriff der klassischen Skulptur und den damit assoziierten traditionellen Werkstoffen wie zum Beispiel Metall oder Stein sehr bald entfernt hat. So arbeitet und experimentiert sie seit Ende der 90er Jahre bevorzugt mit weichen Kunststoffmaterialien.
Da waren zunächst die „Chrysanthèmes“, große, organisch gewachsen anmutende Objekte, die aus dutzenden, mit PU-Schaum gefüllten Latexhandschuhen bestanden. Mit dieser Werkgruppe fand die Künstlerin erstmals zu einem System aus variabel kombinierbaren Modulen, welches sie in Form der „Elastozoide“ weiterentwickelte und an verschiedenem gestaltungswilligen Material - etwa mit Zucker gefüllten Luftballons oder aufblasbaren PVC-Objekten - erprobte.
Für ihre aktuellen Arbeiten („boules“, „cascade“, „variation elastique“) verwendet Judith Fischer elastomere, verschiedenfarbige Rundschnüre, die normalerweise - in dezentem Grau und Schwarz gehalten - als Dichtungsmaterial eingesetzt werden.
Charakteristisch für diese neuen Arbeiten ist das Spannungsverhältnis von Chaos und Ordnung, Polychromie und Monochromie und nicht zuletzt auch der Bezug zu Naturformen bzw. naturähnlichen Strukturen. „silikon I“ und „spiderball“ rücken infolge der minimalen gestalterischen Eingriffe schon fast in die Nähe eines „Ready-made“.
In den letzten 2 bis 3 Jahren hat bei Judith P. Fischer das Medium der Fotografie im Sinne einer konsequenten Weiterentwicklung ihrer plastischen Ideen verstärkt an Bedeutung gewonnen. - Beginnend mit den computergenerierten Fotomorphings, die beispielsweise im Kontext der „Chrysanthèmes“ entstanden sind und die die Verwandlung einer artifiziellen in eine natürliche Erscheinung veranschaulichen. Dieser Prozess der Transition von Kunst/Natur (und umgekehrt) ist – neben dem modularen Formprinzip – ein weiteres essentielles Wesensmerkmal der künstlerischen Arbeit von Judith Fischer.
In den “cauchemars“ hingegen scheinen die Elastozoiden – alptraumhaft – von ihrer Schöpferin Besitz zu ergreifen, indem sie gänzlich das Gesicht bzw. den Körper der Künstlerin vereinnahmen oder sich medusenartig um ihr Haupt schlingen.
Die Fotografie ist bei Judith P. Fischer vor allem als Erweiterung des Begriffs der Skulptur zu verstehen. Zeichnet sich doch die zeitgenössische Skulptur gerade durch Grenzüberschreitungen hinsichtlich der Wahl des Materials und letztlich auch der Medien aus (man denke etwa an Erwin Wurm und Hans Kupelwieser, bei denen die Fotografie ebenfalls als wichtiges skulpturales Ausdrucksmittel zu werten ist).
Bei Judith P. Fischer trifft dies insbesondere auf die aktuellen Fotoarbeiten aus der Werkgruppe „bodyscapes“ zu. Ausgehend von Detailaufnahmen des eigenen Körpers entstehen mittels digitaler Bearbeitung und Montage fremdartige abstrakte Gebilde oder Körperlandschaften, die einerseits von einer gewissen Sinnlichkeit und Erotik geprägt sind, andererseits aber auch Assoziationen an gentechnische Manipulationsversuche wachrufen. - Bei der Fotoarbeit „yellow belly button“ ist die Abstraktion so weit vorangetrieben, dass der Körper als Ausgangs- und Bezugspunkt kaum noch zu erahnen ist.
Dabei kommen letztendlich Aspekte zum tragen, die dem Medium Fotografie immanent sind: Nämlich dass ihr ursprüngliches Versprechen, die Realität getreu abzubilden, durch die technischen Möglichkeiten der Simulation und Manipulation unglaubwürdig geworden ist und dass heute insbesondere die Fotografie den Verlust des eigenen Körpers immer wieder explizit vorführt. Die Auslöschung der körperlichen Individualität erweist sich dabei nicht nur als Reflexion der ephemeren, anonymen Medienwelt, in der wir leben, sondern vielmehr als Ergebnis einer bewussten künstlerischen Strategie. Boris Groys schreibt dazu: Die interessantesten Künstler unserer Zeit, die sich mit der Fotografie beschäftigen, verfolgen alle – jeder auf seine Weise – diese Strategie (…). Ihre Fotobilder wirken inszeniert, sorgfältig durchdacht und genau geplant. Sie evozieren Dramatik, psychologische Spannungen, dekadente Gefühle oder exquisite Ästhetik, aber sie sind zugleich neutral, sachlich und erheben keinen sichtbaren, „expressionistischen“ Anspruch auf das unmittelbare Mitgefühl des Betrachters.
Die
kaiserliche Blume, die Blüte, die gleichermaßen Tod und ewiges Leben
symbolisiert, ist Gegenstand der formalen Untersuchungen der Bildhauerin
Judith P.Fischer.
In ihrer mehrteiligen Arbeit, die von 1999 bis 2001 in mehreren Schritten entstand ist, kombiniert sie ein figürliches Objektensemble mit einer 12-teiligen photographischen Arbeit. Ausgehend von der komplizierten Struktur natürlich gewachsener Formationen, wie sie in Kristallen, Zellakkumulationen und biomorphen Gewächsen vorkommen, entwickelt die Künstlerin eine Kunst-Struktur, die von dem Prinzip der Anhäufung und der immanenten formalen Logik ausgeht: wie sich etwas vom Zentrum zu den Rändern ausdehnt, wie etwas von innen nach außen wächst, wie sich etwas durch Wucherungen vermehrt und aus dem immer Gleichen etwas Neues, Anderes entstehen kann – das interessiert sie und dem geht sie in ihren formalen Recherchen nach.
Nicht der klassische Bildhauergedanke, das einzig gültige, wahre, ideale Objekt als hehre Sockelplastik zu (er)schaffen liegt ihren Intentionen zugrunde, sondern die offene Fragestellung nach einer konstanten Form, dem Potenzial der Veränderung, dem Dialog zwischen Stabilität und Flexibilität, zwischen Dauer und Vergänglichkeit. Ihr Form-Prinzip geht von einem bausteinartig angelegten Modulsystem aus, das – in sich höchst variabel und formbar – in der äußeren Erscheinungsweise wie ein Netz von elementaren Anordnungen auftritt. Fülle und Dichte, Addition, Durchdringung, Kombination definieren sich entlang einer inneren unansichtigen Systematik, die im intuitiven Bereich der sinnlichen Empfindungen angesiedelt ist.
Judith Fischers Geheimnis der Chrysanthemenformen liegt in der Bezüglichkeit von formaler Gestaltung und inhaltlicher Referenz, von objekthafter Realität und unwillkürlicher Assoziation.
Den vielzackigen, dennoch weich-fleischlichen Objekten steht die Serie der photographischen Tafeln gegenüber, die im kalkulierten Prozeß des computergenerierten Morphings die Mutation vom Bild des Objektes zum Bild der veritablen Blüte nachvollziehen.
Wie lange hat das Objekt seine tatsächliche Gültigkeit? Ist es einer jederzeit möglichen Veränderung ausgesetzt? Oder ist es umgekehrt aus einem Manipulationsprozeß hervorgegangen, der das natürliche Gewächs in ein künstliches Objekt tranferiert hat?
Liegt das Echte, Schöne, Symbolhafte der lebendigen Blüte im Objekt verborgen? Oder eignet dem Objekt eine eigene, enigmatische Sinnlichkeit?
In Hector Berlioz‘ musikalischer Dichtung „Le Spectre de la rose“ spricht die Rose, zuinnerst, im Zustand des Überganges vom Leben zum Tod von einer vergehenden Liebe, von einem erinnerten Moment der Schönheit und Innigkeit, wie er nicht festzuhalten ist. Veränderung und Wandlung werden als Charakteristika thematisiert, die zutiefst zum Leben, zum Menschen, gehören, die ihn jedoch immer wieder fundamental verunsichern und an der Gültigkeit seiner gesicherten Parameter zweifeln lassen.
„Chysanthèmes“ von Judith Fischer sind Gebilde an der Schwelle der Veränderung, deren Bildhaftigkeit aus Wandlungsprozessen hervorgegangen ist: zuinnerst west eine unbekannte Energie, die pulsierend an die Epidermis dringt, jenseits von naturwissenschaftlichen Beweisketten oder bloß formalen Experimenten.
Auswahl einiger Pressestimmen zu den Werken von
Judith.P.Fischer:
...Judith.P.Fischers schnittiger „Skull“ mit dem schwungvollen Hinterkopf (Stahlblech, beschichtet) ist vielleicht das Beste an der ganzen Ausstellung...
Wiener Zeitung, 06/1997
...Erst anhand der Ausstellung wird man erfahren können, ob es die Orgien/Mysterien eines Hermann Nitsch sind, die große Malerei eines Adolf Frohner, die glatten, klaren Formen von Judith Fischer...
Künstlerhauspräsident Arch. Prof. Manfred Nehrer „Sinnlicher Sommer“ im Künstlerhaus 06/1997
...Der Weg zur Spitze führt vorbei an einer beeindruckenden Skulptur geschaffen von Judith.P. Fischer. Bei Betrachten dieses Werkes liegt der Vergleich mit einer Brücke nahe. Die Brücke als beruhigende und dennoch schwungvolle Verbindung zweier entfernter Punkte...
Der Standard, Oktober 1996
...Die kräftigen Orangetöne des Objekts von Judith.P.Fischer stehen in reizvollem Kontrast zum klaren, sachlichen Weiß der Architektur des Teams Nehrer & Medek. Eine spannende Verbindung von Baukunst und Skulptur....
...Judith.P.Fischer ist neben der Bildhauerei auch Sängerin: und das nicht nur zum eigenen Vergnügen, sondern durchaus profihaft, rundet nur das Bild einer ästhetisch runden Persönlichkeit ab, ästhetisch abgerundet sind auch die Skulpturen, die man aufgrund ihrer Ausdehnung eigentlich nicht einer zarten Frau zutrauen würde: Stahlblechkörper, pulverbeschichtet, in Form von Kreissegmenten oder Kugelausschnitte, zum Teil überdimensionale Schmuckstücke, zum anderen raumergreifende und raumerfüllende Serien von Körpersegmenten, die gemeinsam mit ihren Verbindungsgliedern Architekturen der Zukunft vorwegzunehmen scheinen, was nicht verwundert, denn Judith Fischer hat sich gerade in den letzten Jahren auch viel mit dem Thema Kunst am Bau beschäftigt...
...Auf dem Weg zu den Gates passiert man drei Werke junger österreichischer Künstler: eine Skulptur von Judith.P.Fischer , ...
...Judith.P.Fischer übernahm die Aufgabe, eine unübersehbare Verbindung zwischen Außen- und Innenbereich herzustellen, und den Eingangsbereich Koppstraße, der der Fremdnutzung dient, auszugestalten. Dabei konzentrierte sie sich darauf, ein integriertes Objekt und keinen Fremdkörper zu konstruieren, um die Dynamik des Gebäudes klar zum Ausdruck zu bringen... Mit „Diffusion Number One“ gelang es der Künstlerin, durch aufeinanderfolgende Skulpturen keilartig in die Eingangshalle hineinzuführen...
VIPnews, 199471995
...Im Eingangsbereich der für die Fremdnutzung vorgesehenen Büroflächen hat Judith.P.Fischer eine Stahl-Glas-Licht Skulptur geschaffen, die ebenfalls eine Verbindung des Vorplatzbereiches mit der Eingangshalle darstellt und die Glasbegrenzungswand durchdringt.
Wettbewerbe 135/136
„Haut – Metapher der Entgrenzung“
Die Haut als Motiv
„Bodyscape“ nennt
Judith.P.Fischer eine Serie von Farbfotografien, die um das Thema Körper
kreisen. Fotografierte Körperfragmente werden dabei als gestalterisches
Material verwendet und zu einem neuen Gesamtbild verbunden. Die
entstehenden Formkombinationen verweisen nicht mehr abbildend auf das
Ausgangsmaterial der Körper, sondern erscheinen abstrahiert. Ist das
Haut? Fragt man sich. Die Farbe und physiologische Details bestätigen
diesen ersten Eindruck, irritieren jedoch durch die Kombination der
Körperfragmente. Amorph und bewegt entwickeln sich diese zu skulpturalen
Landschaften.
Elisabeth Voggeneder
Entnommen dem Katalog:
„SKIN/HAUT“
April 2005
Copyright: raumimpuls